Um den ständigen Kostenanstieg in den Griff zu bekommen, müssen die drei Partner im Gesundheitsmarkt Schweiz – die Leistungserbringer (Spitäler, Ärzte, Apotheken), die Patienten und die Versicherungen – bereit sein für Massnahmen, die auch weh tun können.
An einer öffentlichen Veranstaltung des SSR in Chur zum Thema „Kostenexplosion im Gesundheitswesen“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgender Resolution zugestimmt:
- Fehlanreize für die Leistungserbringer sind zu beseitigen. Bund und Kantone müssen ihre Kontrollpflicht besser wahrnehmen, wie es das Krankenversicherungsgesetz umschreibt.
- Die Krankenversicherer müssen zusammen mit dem Bund (Tarmed) besser abklären, welche Leistungen, insbesondere von Spezialärzten notwendig und wirkungsvoll sind.
- Die Medikamentenpreise in der Schweiz sind auf das Niveau unserer Nachbarländer zu senken.
- Gesundheitsförderungsmassnahmen sind auszubauen.
- Unterschiede bei der Finanzierung von Behandlungen sind zu eliminieren. Die Kostenübernahmepraxis ist sowohl bei ambulanten als auch stationären Behandlungen, inkl. Spitex und Pflegeheimen, gleich.
Chur, 20 . September 2018