Experten sprechen bereits ab 5 Medikamenten von einer Polypharmazie, bei denen es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Folgen dieser Übermedikation sind Hirnschläge, Inkontinenz, Schwindel und Stürzen mit schweren Folgen.
Was sind Gründe dieser schwerwiegenden Situation in den Alters- und Pflegeheimen:
– Fehlendes Fachpersonal wegen Personalmangel generell oder Sparmassnahmen bei den Personalkosten.
– Ärztliche Verordnungen werden per Telefon mitgeteilt: Arzt gibt ohne grosse Anamnese Medikamentenverordnung bekannt, wenn das Personal mitteilt, dass die Bewohnerin oder Bewohner unruhig ist.
– Zu rasch werden Reservemedikamente eingesetzt – vor allem bei Demenzpatienten.
Der SSR fordert deshalb zwei einfache und rasch durchsetzbare Massnahmen:
– Regelmässige Kantonale Qualitätskontrollen durch die jeweilige Kantonsapothekerin oder Apotheker
– Jedes Heim hat einen zuständigen Apotheker mit vertraglicher Bindung zur regelmässigen Kontrolle der Medikamentenverordnungen
, Die Co-Präsidentin SSR Der Präsident Arbeitsgruppe Gesundheit
, Bea Heim Lukas Bäumle